Grüne Stadt

Für unsere Zukunft in einer
grünen Stadt

Eine Stadt mit mehr Grün, mehr Schutz vor Hitze und weniger Lärm. Eine attraktive Stadt mit einer hohen Aufenthaltsqualität.

1. 10.000 Bäume pflanzen

Bäume spenden uns Schatten und Sauerstoff, sie haben einen positiven gesundheitlichen Effekt auf uns Menschen und sind ein wichtiger Lebensraum für viele Tiere. Bäume sorgen im Sommer für Abkühlung und die Baumscheiben können bei Starkregen viel Wasser aufnehmen. Darum werden sie gerade in Städten zukünftig immer wichtiger. Durch den Klimawandel haben sie es allerdings auch immer schwerer. Auch in Falkensee haben durch die Dürreperioden und Stürme der letzten Jahre viele Bäume im Stadtgebiet gelitten und mussten aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Zusätzlich wurden Fällgenehmigungen erteilt, um Häuser oder neue Straßen und Gehwege zu bauen. So wurden laut Statistik der Stadt in den vergangenen Jahren jedes Jahr über 1.000 Bäume gefällt, allein im Jahr 2020 waren es sogar 1.739 Bäume!

Viele dieser Bäume werden zwar jetzt schon nachgepflanzt, doch nicht immer ist das vorgeschrieben, zum Beispiel müssen abgestorbene oder kranke Bäume nicht ersetzt werden. Um das grüne Stadtbild von Falkensee auch in Zukunft zu erhalten und für ein gutes Stadtklima zu sorgen, brauchen wir also mehr Bäume.

Ich setze mir darum als Bürgermeisterin das Ziel, bis 2031 bis zu 10.000 zusätzliche Bäume in Falkensee zu pflanzen. Erreichen können wir dies gemeinsam, auch mit finanzieller Förderung für Pflanzungen in unseren Gärten. Für dieses Ziel möchte ich Sie alle begeistern und hoffe auf Ihre Unterstützung. Damit Falkensee eine grüne Gartenstadt bleibt!

2. Städtische Wärme- und Stromversorgung neu denken und Stadtwerke gründen

Der Klimawandel und der russische Überfall auf die Ukraine zeigen, wie dringend wir die Abhängigkeit von Gas und Öl beenden müssen. Stadtwerke spielen dabei eine Schlüsselrolle. Sie handeln im öffentlichen Auftrag, sind eng mit der Stadt verzahnt und orientieren sich an den Bedürfnissen der Einwohner*innen.

Stadtwerke erleichtern Investitionen in die Zukunft und die Einnahmen kommen der Stadt und ihren Bürger*innen zugute. Es ist ihre Aufgabe die zukünftige Energieversorgung zu planen, zu organisieren und zu betreiben.

Für die Energiewende müssen die vorhandenen natürlichen Wärmequellen bestmöglich genutzt werden. Jeder Stadtteil hat hier seine Besonderheiten, die zu berücksichtigen sind. Mein Ziel ist eine bedarfsgerechte sowie möglichst unabhängige Energie- und Wärmeversorgung für alle Bürger*innen Falkensees.

Wärmeversorgung muss neu gedacht werden. Statt Gas und Öl besteht die Wärmeversorgung der Zukunft aus Wärmepumpen, sowie Nah- und Fernwärmenetzen gespeist aus Erdwärme, Geothermie, Solarthermie und Biomassekraftwerken. Dafür müssen unsere Stromnetze ertüchtig werden – auch für den zukünftig erhöhten Strombedarf für die E-Mobilität, die ich stark ausbauen möchte. Wir haben noch viel zu wenige Ladesäulen, hier müssen wir dringend nachbessern. Die Stromversorgung kann durch Photovoltaik-Anlagen, aber auch durch Bürgerwindparks, die wir in Kooperation mit den Nachbargemeinden betreiben können, gesichert werden.

Falkensee braucht Stadtwerke um die Energie- und Wärmewende in Zusammenarbeit mit den Energieversorgern umzusetzen.

3. Klimaschutz und Klimaanpassung in Falkensee konsequent umsetzen

Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch in Falkensee und der Umgebung immer deutlicher spürbar. Dürre, Hitzeperioden, Stürme und Starkregen verursachen massive Schäden.

Im Pariser Klimaschutzabkommen haben wir uns verpflichtet, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 °C, möglichst jedoch auf 1,5 °C, gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Dafür müssen wir alle gemeinsam sofort etwas tun.

In Falkensee haben wir 2022 ein Energie- und Klimaschutzkonzept auf den Weg gebracht, um einen ersten groben „Fahrplan“ zu haben. Nun gilt es die Vorschläge daraus sehr zügig und äußerst konsequent umzusetzen. Davon darf uns nichts abbringen. Ich werde alle Leute, die dafür wichtig sind, ins Boot holen und dafür sorgen, dass die Verwaltung bei dem Thema immer „up-to-date“ ist.

Der Klimaschutz war das zentrale Thema, weswegen ich in die Kommunalpolitik gegangen bin. Ich würde hier sehr gerne für uns alle diejenige sein, die die Zügel in der Hand zusammenhält, es zum zentralen Thema im Rathaus macht und dabei nicht lockerlässt. Dafür bitte ich Sie um Ihr Vertrauen!

4. Stadtgrün dem Klimawandel anpassen 

Der Klimawandel sorgt dafür, dass sich die Umweltfaktoren für viele Pflanzen verändern. In Brandenburg ist mit einer größeren Hitze und Trockenheit zu rechnen.  

Auch in Falkensee mussten schon viele Bäume gefällt werden, weil sie ihre Standfestigkeit durch die Trockenheit verloren haben. Damit unsere Stadt grün bleibt, ist es wichtig, das Stadtgrün den zukünftigen Bedingungen anzupassen und besser zu pflegen.  

Dafür möchte ich unser vorhandenes Stadtgrün – alle Bäume und städtischen Biotope – in einer speziellen und dafür entwickelten Datenbank erfassen lassen. Ziel ist es, Kenntnis über den Zustand des Stadtgrüns zu erhalten und auf Grundlage der Daten eine Anpassung und Veränderung des städtischen Grüns zu erwirken. Bei der Umgestaltung und Pflege wird dann darauf geachtet, die Biotope zu entwickeln und schrittweise mit Fokus auf die Klima-Anpassung umzubauen. Dies kann bedeuten, dass abgehende Bäume unter Berücksichtigung der lokalen Faktoren und des gesamtstädtischen Grüns durch besser angepasste Arten ersetzt werden. 

5. Photovoltaik auf den Dächern unserer städtischen Gebäude errichten

Falkensee hat seit dem letzten Jahr endlich ein Energie- und Klimaschutzkonzept.

In dem steht, dass wir die gesetzten Klimaschutzziele nur erreichen können, wenn wir die Energiewende extrem stark beschleunigen. Als wichtiger Baustein wird der schnellstmögliche Ausbau von Photovoltaik auf den Dächern unserer städtischen Gebäude genannt. Das Potential ist laut Analyse riesig: Wir könnten damit – gerechnet auf 36 Anlagen – jährlich ca. 740.000 Kilowattstunden Strom produzieren und mehr als 400 Tonnen CO2 einsparen!

Bei der Planung der Gebäude – die ja zum Teil schon Jahrzehnte stehen – wurde Photovoltaik noch nicht berücksichtigt. Daher müssen wir jetzt sehr schnell prüfen, wieviel Last die Dächer aushalten. Zum Glück gibt es heute bereits auch sehr leichte Anlagen. Die notwendigen Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsstudien müssen jetzt zügig in Auftrag gegeben werden, denn bisher haben wir nur theoretische Berechnungen!

Mein Ziel ist, so viel wie möglich so schnell wie möglich! Und ich bin davon überzeugt, dass sich die notwendigen Investitionen schnell auszahlen werden und unseren Haushalt in wenigen Jahre wieder entlasten.

6. Eine lebens- und liebenswerte Stadtmitte entwickeln

Viele Falkenseerinnen und Falkenseer wünschen sich ein attraktives Stadtzentrum. Sie möchten gut einkaufen gehen können, aber auch Plätze vorfinden, an denen man gerne verweilt. Orte, an denen man sich treffen kann – tagsüber wie abends.

Rund um die neue Stadthalle ist das bisher nicht gelungen. Schöne ältere Häuser wurden abgerissen. Neue Gebäude wurden ohne städtisches Konzept errichtet. Ästhetik und der Erhalt des dörflichen Charakters spielten keine Rolle. Restaurants und Geschäfte sind nur mäßig vorhanden. Der Campusplatz sollte eigentlich ein Platz für alle werden. Er wird aber als kahl und ungemütlich empfunden. Im Sommer staut sich dort die Hitze und man wird vom Bodenbelag geblendet. Nun wurde auch die alte Stadthalle abgerissen, um Platz für einen monumentalen Neubau zu schaffen.

Dass die Bibliothek in dem neuen Gebäude untergebracht wird, ist eine Chance. Wir müssen diese nutzen und dafür sorgen, dass sich ein Wohlfühl-Ort entwickelt. Der neue Stadthallenvorplatz soll einladend gestaltet werden und mit dem neu anzulegenden Gutspark harmonisieren. Städtisches Grün soll zukünftig eine zentralere Rolle spielen. Auch Kunst und Kultur sollen mitgedacht werden. Der Campusplatz soll optimiert und durch Pflanzkübel oder mobile Pflanzelemente aufgewertet werden. Die Befahrbarkeit soll weiterhin gewährleistet werden. Auch der Einsatz von Stadtmöbeln kommt für mich in Frage.

7. Für eine kostenlose Laubabfuhr sorgen

Falkensee hat viele Bäume, die sich im Eigentum der Stadt befinden und von ihr gepflegt werden. Wir alle profitieren von dem Grün unserer Stadt. Jeder einzelne Straßenbaum ist wichtig. Das im Herbst anfallende Laub in den Straßen wird von den Anliegern zusammengeharkt. Diese dürfen dann aber nicht auch noch mit den Kosten für die Entsorgung belastet werden. Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir diese zukünftig gemeinsam tragen, wie es auch in umliegenden Gemeinden der Fall ist.

8. Grüne Schattenplätze schaffen 

Die Hitze der letzten Sommer war teilweise unerträglich. Besonders die Älteren unter uns haben darunter gelitten. Zentrale Orte wie Busbahnhof, Bahnhofsplatz, Campusplatz, der Kreisverkehr, aber auch viele Spielplätze sind im Sommer ungeschützt der Sonne ausgesetzt und heizen sich stärker auf als notwendig. Ich will hier mit einfachen Mitteln entgegenwirken und die Aufenthaltsqualität verbessern. Bäume, Hochbeete, Fassadenbegrünung und Laubengänge sind einfach zu realisieren. Sie spenden Schatten und senken durch die Verdunstungskälte die Temperaturen in ihrer Umgebung.

9. Schutz und Förderung von öffentlichen Grünflächen für Insekten

Bei uns leben immer weniger Insekten. Im Rahmen der EU-Biodiversitätsstrategie 2030 soll der Rückgang von bestäubenden Insekten aufgehalten werden. Das schaffen wir nur, wenn wir auch in den Kommunen entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Unser Straßenbegleitgrün stellt in der Summe eine große Fläche dar, die sich hervorragend für eine ökologische Nutzung eignen würde und die wir insektenfreundlich unter Berücksichtigung der Verkehrssicherheit umgestalten könnten. Dazu müssen wir bei Neuanlagen darauf achten, dass heimische Wildkräuter und Wildblumen ausgesät werden und das Mähen der Flächen reduzieren. Die Beweidung der Grünflächen kann sich hier ebenfalls positiv auswirken.

Falkensee würde nicht nur Insekten eine neue Lebensgrundlage bieten, sondern auch Rückzugsorte für Amphibien schaffen. Ich würde hierbei gerne möglichst viele Bürger und Bürgerinnen der Stadt mitnehmen und in verschiedenen Projekten in Form von Vorträgen, der Ausgabe von Saatgut, der Anlage von anschaulichen Flächen, durch Fotowettbewerbe oder der Anlegung eines Wildbienenlehrpfades für die Idee begeistern.

Für unsere Zukunft in einer …

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